Baubranche 2023 – Trends, Lage & Ausblick

Im Interview erklärt Sebastian Schneider, vor welchen Herausforderungen Bau- und Handwerksbetriebe 2023 stehen und welche Chancen sie jetzt nutzen können.
16.01.2023
@Adobe Stock - Gorodenkoff

Die BAMAKA ist Deutschlands größte Einkaufsgesellschaft der Bauwirtschaft und bündelt die Interessen von mehr als 125.000 Fachbetrieben. Grund genug, nachzufragen, wie es der Branche geht und welche Entwicklungen 2023 wichtig werden. Wir haben mit Sebastian Schneider, Leiter Vertrieb und Marketing sowie Mitglied der Geschäftsführung, gesprochen.

Herr Schneider, wie geht es der Bauwirtschaft zu Beginn des Jahres 2023?

In den vergangenen Jahren haben die Unternehmen stark von der gesamtwirtschaftlich guten Lage profitiert. Jetzt stehen deutlich anspruchsvollere Zeiten bevor. Viele Betriebe müssen Einsparpotenziale nutzen, die früher kaum im Fokus standen.

Worauf sollten Handwerks- und Baubetriebe besonders achten?

Während externe Kosten weiter steigen, sollten Unternehmen alles optimieren, was sie selbst beeinflussen können – beispielsweise Investitionen in Maschinen, Fuhrpark und insbesondere die eigenen Prozesse. Langwierige, analoge Abläufe kann sich niemand mehr leisten. Digitalisierung wird ein entscheidender Faktor sein.

Wie lassen sich Investitionen in Maschinen reduzieren?

Mietmodelle werden attraktiver. Viele Vermieter von Baumaschinen werden 2023 steigende Nachfrage sehen. Vermittlungsplattformen dagegen eher weniger, denn wenn Betriebe direkt gut versorgt sind, brauchen sie den Vermittler nicht.

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Welche Trends werden 2023 prägen?

Die Kreislaufwirtschaft wird ein wichtiges Thema – nicht nur aus Nachhaltigkeitsgründen, sondern vor allem wegen hoher Preise und eingeschränkter Materialverfügbarkeit. Recycling-Baustoffe könnten stärker eingesetzt werden, sofern Angebot und politische Rahmenbedingungen mitziehen.

2023 wird ein herausforderndes Jahr, aber auch eines mit großen Chancen. Wer digitale Prozesse nutzt, alternative Beschaffungswege prüft und Investitionen clever plant, kann die Situation aktiv für sich nutzen. Gerade mittelständische Bau- und Handwerksbetriebe haben jetzt die Möglichkeit, effizienter, flexibler und unabhängiger zu werden.

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