Winterfit im Fuhrpark: 6 Tipps für Reifenwechsel und Fahrzeugcheck

Sobald die Temperaturen sinken, werden freie Werkstatttermine knapp. Wer den Reifenwechsel zu spät plant, riskiert, dass Fahrzeuge nicht rechtzeitig auf winterliche Straßenverhältnisse vorbereitet sind.
Dabei lässt sich der saisonale Reifenwechsel mit frühzeitiger Planung und klaren Abläufen gut organisieren, auch bei größeren Flotten. Unsere sechs Tipps zeigen dir, worauf es ankommt und wie du unnötige Standzeiten und Kosten vermeidest.
1. Reifenwechsel planen und Wintertauglichkeit prüfen
Plane den Reifenwechsel frühzeitig, damit alle Fahrzeuge vor dem ersten Kälteeinbruch mit geeigneten Reifen ausgestattet sind. Sobald die Temperaturen sinken, sind kurzfristige Werkstatttermine häufig schwer zu bekommen. Am besten vereinbarst du den nächsten Wechsel auf Sommerreifen direkt mit.
Neben der Terminplanung ist auch die richtige Bereifung entscheidend: Seit Oktober 2024 reicht die alleinige Kennzeichnung „M+S“ nicht mehr aus. Bei winterlichen Straßenverhältnissen müssen die Reifen das Alpine-Symbol (Bergpiktogramm mit Schneeflocke) tragen. Besonders bei älteren oder gebraucht übernommenen Firmenfahrzeugen lohnt sich deshalb ein genauer Blick.
Winterreifen
Winterreifen sind besonders für Fahrzeuge geeignet, die regelmäßig bei Schnee, Eis oder in Mittelgebirgs- und Alpenregionen unterwegs sind. Hier bieten sie häufig die bessere Wahl für winterliche Straßenverhältnisse.
Ganzjahresreifen
In Regionen mit wenigen Schneetagen können Ganzjahresreifen mit Alpine-Symbol eine sinnvolle Alternative sein. Sie ersparen zwei saisonale Reifenwechsel pro Jahr und Fahrzeug und reduzieren damit den organisatorischen Aufwand.

2. Profiltiefe nicht nur nach dem Mindestmaß bewerten
Gesetzlich vorgeschrieben ist eine Mindestprofiltiefe von 1,6 Millimetern. Gerade bei winterlichen Straßenverhältnissen empfiehlt es sich jedoch, deutlich mehr Restprofil einzuplanen. Wie viel Profil Winterreifen tatsächlich haben sollten, wird unterschiedlich bewertet. Häufig werden mindestens 4 Millimeter empfohlen, um bei Schnee und Nässe ausreichend Sicherheitsreserven zu haben.
Ein frühzeitiger Reifenwechsel kann sich auch wirtschaftlich lohnen: Ausfallzeiten, Schäden oder Unfälle können deutlich höhere Kosten verursachen als ein neuer Reifensatz. Die Sicherheit der Mitarbeitenden sollte dabei immer an erster Stelle stehen.
Entscheidend ist neben der Profiltiefe auch der allgemeine Zustand der Reifen. Darauf achtet BAMAKA-Fuhrparkmanager Andreas Röttgen bei der Beurteilung besonders.
"Ab 2,5 bis 3 Milimetern würde ich mir den Reifen genauer anschauen. Macht er insgesamt einen guten Eindruck, ist das in Ordnung. Wirkt er schon angeschlagen, wird getauscht."
Andreas Röttgen, Fuhrparkmanager bei BAMAKA

Profitiere von deinem BAMAKA-Vorteil
Ob Reifenwechsel, neue Bereifung oder Werkstattservice: Mit Vergölst und A.T.U stehen dir über die BAMAKA zwei erfahrene Rahmenvertragspartner zur Verfügung. Als Mitglied eines BAMAKA-Partnerverbands sicherst du dir exklusive Großkundenkonditionen und kannst so die laufenden Kosten deines Fuhrparks reduzieren.

3. Reifendruck regelmäßig kontrollieren
Sinkende Temperaturen lassen auch den Reifendruck sinken. Zu niedriger Reifendruck kann den Bremsweg verlängern und das Fahrverhalten verschlechtern. Gleichzeitig steigen Reifenverschleiß und Kraftstoffverbrauch.
Sensibilisiere deine Fahrer deshalb dafür, den Reifendruck gerade in den Wintermonaten regelmäßig zu kontrollieren. Maßgeblich sind die Herstellervorgaben, die je nach Beladung variieren können. Besonders bei Transportern und Nutzfahrzeugen lohnt sich daher ein genauer Blick.
4. Den Wintercheck gleich mit erledigen
Wenn das Fahrzeug ohnehin zum Reifenwechsel in der Werkstatt steht, bietet sich die Gelegenheit, weitere wichtige Fahrzeugkomponenten auf ihre Wintertauglichkeit zu überprüfen. So lassen sich mögliche Schwachstellen frühzeitig erkennen und zusätzliche Werkstatttermine vermeiden.
Flüssigkeiten
Ist ausreichend Scheibenwaschwasser mit Frostschutz vorhanden? Auch das Kühlmittel sollte auf ausreichenden Frostschutz überprüft werden.
Batterie
Niedrige Temperaturen beanspruchen die Fahrzeugbatterie besonders stark. Ein kurzer Batteriecheck hilft, mögliche Startprobleme frühzeitig zu erkennen.
Beleuchtung
Funktionieren alle Leuchten und Scheinwerfer einwandfrei? Auch moderne Systeme wie adaptive LED-Scheinwerfer sollten auf ihre Funktion geprüft werden.
5. Fahrer rechtzeitig informieren und Termine selbst vereinbaren lassen
Wer muss wann wohin? Klare Kommunikation und eine frühzeitige Terminplanung verhindern unnötige Standzeiten und verpasste Werkstatttermine.
Ein bewährter Ansatz: Du gibst die Werkstatt und einen festen Zeitraum vor, beispielsweise vom 1. bis 20. Oktober. Innerhalb dieses Zeitfensters vereinbaren die Fahrer ihre Termine selbst und schicken dir anschließend die Terminbestätigung. Gerade bei größeren Flotten reduziert das den organisatorischen Aufwand erheblich.
„Wenn ich einem Fahrer einen festen Termin vorgebe, kann er garantiert genau dann nicht. Lässt man ihn selbst buchen, passt es in seinen Arbeitsalltag und ich muss nicht hinterhertelefonieren.“
Andreas Röttgen, Fuhrparkmanager bei BAMAKA
Mit dem BAMAKA Flotten-Tool behältst du den Überblick
Hinterlege die zurückgemeldeten Werkstatttermine direkt beim jeweiligen Fahrzeug.
So erkennst du auf einen Blick, welche Termine bereits stattgefunden haben und wo noch eine Rückmeldung fehlt.

6. Kosten und unnötige Standzeiten vermeiden
Nach dem Reifenwechsel lohnt sich ein Blick auf die entstandenen Kosten und den Zustand der alten Reifen. Ungewöhnliche Verschleißbilder, etwa einseitig abgefahrene Reifen, können auf eine fehlerhafte Spureinstellung hinweisen. Eine frühzeitige Überprüfung verhindert, dass der nächste Reifensatz genauso schnell verschleißt.
Auch die Kosten für Reifenwechsel, Wintercheck und mögliche Ersatzfahrzeuge solltest du im Blick behalten. Ein Beispiel: Bei 400 Euro pro Fahrzeug entstehen für eine Flotte mit zehn Fahrzeugen bereits 4.000 Euro pro Saison. Im BAMAKA Flotten-Tool kannst du diese Ausgaben direkt beim jeweiligen Fahrzeug dokumentieren und so langfristig besser auswerten.
Zusätzliches Sparpotenzial bietet die Terminplanung: Muss ein Fahrer tatsächlich einen Ersatzwagen nutzen oder kann er die Wartezeit beim Reifendienst sinnvoll überbrücken? Oft lassen sich durch eine gute Organisation unnötige Ausgaben vermeiden.
Fazit: Gut vorbereitet durch die kalte Jahreszeit
Ein gut organisierter Reifenwechsel sorgt nicht nur für mehr Sicherheit im Fuhrpark, sondern hilft auch, unnötige Standzeiten und Kosten zu vermeiden. Wer frühzeitig plant, den Zustand seiner Fahrzeuge regelmäßig überprüft und die Fahrer sinnvoll einbindet, schafft die besten Voraussetzungen für einen reibungslosen Winterbetrieb.
Die BAMAKA unterstützt dich dabei: Profitiere von attraktiven Großkundenkonditionen bei unseren Rahmenvertragspartnern Vergölst und A.T.U und nutze das BAMAKA Flotten-Tool, um Termine und Kosten übersichtlich zu verwalten. Bei Fragen rund um deinen Fuhrpark stehen wir dir gerne beratend zur Seite.
