Quo vadis Digitalisierung im Handwerk?

Warum sich Handwerksbetriebe gerade jetzt Gedanken über Digitalisierung ihrer Arbeitswelt machen sollten!

Was versteht man unter der Digitalisierung?

Der Megatrend Digitalisierung ist in vielen Bereichen längst zum Alltag geworden, man denke beispielsweise an die Transport- und Logistikbranche, wo ganze Lagerhallen von smarten Regalsystemen geführt werden. Selbst ein handschriftlich verfasster Brief durchläuft bei der Versendung mittlerweile einen digitalen Prozess.

Und wie sieht das im Handwerk aus? Klar, ohne Smartphone fährt heute wohl niemand mehr auf die Baustelle. Doch wie steht es um die Digitalisierung von Prozessen abseits der Kerntätigkeiten? Was bedeutet digitales Handwerk?

Ein schwieriges Thema, denn schließlich lässt sich mit einer Software ein Haus planen, doch gebaut wird es immer noch mit der Hand und analogem Werkzeug. Überhaupt ist das Erschaffen mit den Händen für viele die Hauptmotivation einen handwerklichen Beruf zu ergreifen. Diese scheinbare Unvereinbarkeit zweier Welten ist wohl auch der Grund warum das Handwerk dem digitalen Megatrend etwas später als andere Branchen folgt.

Doch es tut sich etwas. Immer mehr Betriebe erkennen in den digitalen Services eine Zukunftschance. So gaben in einer aktuellen Studie zur Digitalisierung des Handwerks von Bitkom und dem Zentralverband des deutschen Handwerks (ZDH) 68 % der 503 befragten Betriebe an auf digitale Technologien zurückzugreifen. Zwei Jahre zuvor waren es noch 15 % weniger gewesen. Ein Wachstum, das vor allem vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie zu erklären ist. Mehr als die Hälfte der Befragten sehen in der Digitalisierung sogar eine Existenzsicherung für Ihren Betrieb.

Digitalisierung des Handwerks in der Praxis

Natürlich sagen diese 68 % noch nichts über den Grad der Digitalisierung der Arbeitswelt aus. Also darüber wie digital die das Handwerk tatsächlich ist. Über eine eigene Webseite verfügt heute im Grunde jedes Unternehmen und auch die externe Kommunikation mit Lieferanten und Kunden läuft in der Regel per E-Mail oder Videokonferenzen ab. Für die interne Kommunikation werden häufig Messenger-Dienste eingesetzt, so die Studie.

Doch darüber hinaus ist das Handwerk noch häufig analog unterwegs. Auch wenn einige Gewerke wie beispielsweise das Elektrohandwerk fachbedingt deutlich näher an der Digitalisierung der Arbeitswelt dran sind als andere. An digitale Personalplanung, Flottenverwaltung oder gar Künstliche Intelligenz ist in vielen Betrieben dennoch nicht zu denken.

Welche Vorteile hat die Digitalisierung im Handwerk?

Dabei bietet gerade die digitale Prozessoptimierung ein erhebliches Einsparpotenzial. In Zeiten des anhaltenden Fachkräftemangels und der Materialpreiserhöhungen werden digital optimierte, effiziente Handwerks- und Bauunternehmen langfristig schneller wachsen und ihre Wettbewerbsvorteile ausbauen. Unternehmen wie openHandwerk bieten sogenannte Workflow-Lösungen an, mit denen eine eigenständige Auftragsverwaltung, Mitarbeiterplanung, Zeiterfassung, Baudokumentation sowie ein Rechnungswesen und eine Lager- und Maschinenverwaltung in einem webbasierten System möglich ist.

Durch einen effizienteren Workflow lässt sich in erster Linie Zeit und Geld einsparen, die wohl wichtigsten Faktoren für Erfolg. Im Interview mit der BAMAKA bringt David Zimmermann, Digitalpionier und Gründer von planbar, die Vorteile optimierter Prozesse auf den Punkt: „Wir merken immer mehr, dass Betriebe ihre Prozesse optimieren wollen. Gerade durch den Fachkräftemangel ist der effiziente Einsatz von Ressourcen genauso wie die Vereinfachung der Kommunikation zwischen Büro und Baustelle sehr wichtig. Wir digitalisieren das Handwerk.“ Planbar unterstützt jeden Kunden dabei den eigenen Betrieb zu digitalisieren und begleitet den Wechsel von der Papierverwaltung in die digitale Welt unabhängig von der Betriebsgröße. Dabei ist planbar selbst ein gutes Beispiel für eine erfolgreiche Digitalisierung im Handwerk. Hervorgegangen ist das Digitalunternehmen nämlich aus einem Garten- und Landschaftsbau Betrieb.

(Lesen Sie hier das ganze Interview)

Doch es gibt noch weitere Vorteile digitaler Services, die vielleicht nicht so offensichtlich sind wie eine Zeit- und Kostenersparnis. In einer Welt, die immer digitaler wird, kann auch die Kundenbindung, die Suche nach Fachkräften und das Marketing nur digital funktionieren. Als digitale Visitenkarte dient dabei in erster Linie die Webseite, aber auch Social-Media-Kanäle, Blogs, Vlogs und Co. sind für Handwerksbetriebe eine Möglichkeit, auf sich aufmerksam zu machen. Da die Erstellung und Pflege dieser Kanäle viel Arbeit ist und den meisten Betrieben schlicht die Zeit dafür fehlt, lohnt sich hier die Investition in einen Dienstleister. Die Experten von we22 beispielsweise liefern Ihnen nicht nur ein schickes Webseitendesign, sondern auch hochwertigen Bild- und Text Content und planen mit Ihnen auf Wunsch auch Online-Marketing Kampagnen.

Unser Fazit

Jetzt nicht den Anschluss verlieren, nutzen Sie den Digitalisierungsschub aus der Pandemie-Zeit und optimieren Sie Ihre Prozesse und Ihren digitalen Auftritt. So sind Sie besser vor Krisen geschützt und können zuversichtlich in die Zukunft blicken.

Diese Vorteile hat auch die Politik erkannt und unterschiedliche Förderprogramme auf Bundes- und Landesebene aufgestellt. Sichern Sie sich also für ihr Digitalisierungsvorhaben einen staatlichen Zuschuss. Das Investitionszuschussprogramm „Digital jetzt – Investitionsförderung für kleine und mittlere Unternehmen“ beispielsweise unterstützt Handwerksbetriebe mit 3 bis 499 Mitarbeitern bei der Umsetzung digitaler Projekte. Hier sind Förderungen von bis zu 50 % drin!

 

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